Illustration einer Lunge

Lungentransplantation – Eine zweite Chance in Sicht

Lungentransplantation – Eine zweite Chance in Sicht

 

Lungentransplantation – Eine zweite Chance in Sicht

 

Die Aspekte einer Lungentransplantation sind vielfältig: Lange Wartezeiten, Sorgen über Risiken und Lebenserwartung, emotionale Hochs und Tiefs und die Neuumstellung nach der Transplantation. Familie, Freunde, Psychologinnen und Psychologen sowie Ärztinnen und Ärzte helfen Ihnen bei der Bewältigung dieser Zeit.


 

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Risiken und Lebenserwartung

 

Eine mögliche Komplikation nach einer Lungentransplantation ist die Abstoßungsreaktion der Spenderlunge durch den eigenen Körper. Diese Reaktion kann jedoch gut behandelt werden, wenn sie rechtzeitig entdeckt wird. Mögliche Symptome sind erhöhte Temperatur, Schwächegefühl, Atemnot bei geringer Belastung und Hustenreiz. Trotz dieses Risikos hat sich die Lebenserwartung bei Lungentransplantierten in den letzten 40 Jahren deutlich erhöht. Statistisch gesehen, leben ein Jahr nach der Transplantation noch 80% der Patientinnen und Patienten, nach fünf Jahren 53%.

 

Unterstützung während der Wartezeit

Der Weg zur Lungentransplantation ist ein langer und muss keinesfalls allein gegangen werden. Neben der Unterstützung von Familie und Freunden, ist eine gute Kommunikation mit dem ärztlichen Team wichtig, um Ängste und Sorgen in einem unterstützenden Umfeld zu besprechen und zu überwinden. 

Oft ist die Familie der wichtigste Ansprechpartner, jedoch gibt es auch Themen, die Patientinnen und Patienten gegenüber ihren Liebsten ungern ansprechen möchten. In diesem Fall können unabhängige Personen, wie Psychologinnen und Psychologen helfen emotionale Hochs und Tiefs durchzustehen. Ratschläge von Psychologinnen und Psychologen als auch Unterstützung von Patientinnen und Patienten mit bereits transplantierten Lungen und Freunden aus Selbsthilfegruppen können helfen, diesen Prozess zu bewältigen. 

Arzt der einem Patienten ein Röntgenbild einer Lunge erklärt

Nach der Transplantation: Medikation

 

Ab der Transplantation müssen Betroffene Immunsuppressiva einnehmen, die eine Abstoßungsreaktion der neuen Lunge verhindern. Da auch nach einer Transplantation Patientinnen und Patienten noch CF haben, ist eine Therapiekombination aus Sport, Ernährung und Medikamenten und die Behandlung von Bauchspeicheldrüse, Nieren, Leber und Herz weiterhin nötig. Aufgrund der Immunsuppressiva sind die Betroffenen noch stets anfällig für Infektionen, daher spielen auch Hygienemaßnahmen eine große Rolle.

Die Zusammenarbeit mit dem Transplantations-Team ist daher von großer Bedeutung, um Probleme rechtzeitig zu entdecken und lösen zu können.

 

Nach der Transplantation: Physiotherapie und Sport

 

Illustration einer Lunge aus Blumen

Zunächst werden die Ziele des Bewegungstrainings von CF-Betroffenen geändert. Anfangs ist besonders die Atemphysiotherapie wesentlich, da die Atemmuskulatur neu gestärkt werden muss. Anschließend folgt ein Aufbauprogramm zur Generierung von Kraft und allgemeiner Ausdauer. Dabei werden die Leistungsfähigkeit der Skelettmuskulatur und die Atemkoordination gestärkt. Die Wahrnehmung der Lunge und ein ganzheitliches Körperbewusstsein sind nicht nur für das Atmen wichtig, sondern auch für Körperhaltung und Gesamtbelastung.

Das Aufbauprogramm wird je nach den Einschränkungen, die zu Beginn vorhanden sind, individuell angepasst und auch abhängig von der Entwicklung während des Programms. 
 

Nach der Transplantation: Ernährung

 

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist auch nach der Transplantation von großer Bedeutung
Auch eine keimarme Ernährung trägt dazu bei, Infektionen (wie z.B. durch Salmonellen) zu verhindern. Keime, die in rohem Fisch oder Fleisch enthalten sein können, sind daher zu vermeiden.

 

Neugewonnene Lebensqualität

 

Eine Lungentransplantation stellt für viele CF-Betroffene mehr Selbständigkeit, Flexibilität und körperliche Ausdauer dar. Besonders Sport und Ausflüge machen oft noch mehr Spaß mit der neugewonnenen Ausdauer. Die Einschränkungen durch Sauerstoffabhängigkeit können wegfallen und grundsätzlich tragen die neue Mobilität und Flexibilität zu einer neuen körperlichen Wahrnehmung und Lebensfreude bei. 

Nach der Rehabilitation beginnt eine neue Phase der Anpassung, welche mit routinemäßigen Ambulanzterminen, alltäglichen Medikamenteneinnahmen und möglichen Nebenwirkungen einher geht. Es beginnt aber auch eine Zeit einer neuen persönlichen Entfaltung im Familien- und Freundeskreis sowie im Beruf oder in der Ausbildung.

 

 

 


 

Bitte geben Sie die Chargen-Nummer Ihres Medikaments ein.

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